Anfang des 19. Jahrhunderts wurde loser Tee hauptsächlich in Blechdosen verpackt. Im Laufe der Jahre wurde die Blechdose von der Faltschachtel als handelsübliche Teeverpackung nahezu abgelöst. Diese hat den entscheidenden Vorteil, dass sie in der Herstellung günstiger ist und weniger Transport- und Lagervolumen benötigt. Darüberhinaus bietet sie die Möglichkeit, sich am Point of Sale von anderen Marken abzugrenzen und für einen Wiedererkennungswert bei den Kunden zu sorgen. Um das sicherzustellen, ist ein perfekter Eindruck wichtig. Hierfür spielt aber nicht nur die Optik der Verpackung eine Rolle, sondern auch die Konstruktion und die Haptik. Knicke oder Beschädigungen in der Teeverpackung mindern das Vertrauen in die Qualität des Tees und seiner Marke.

Schachtelaufrichter: Vom Flachzuschnitt zur gefalteten Schachtel.

Faltschachteln werden im Produktionsprozess erst unmittelbar vor ihrer Befüllung zu einer Schachtel geformt. Das geschieht entweder händisch oder maschinell durch die sogenannte Aufrichtung. Bei der Aufrichtung handelt es sich also – anders als der Name es vermuten ließe – nicht um das Neigen der geformten Schachtel, sondern um das Formen der gefalteten Schachtel aus einem Flachzuschnitt, dem sogenannten Plano.

Der Schachtelaufrichter ist eine Einheit der Teebeutel-Verpackungsmaschine PERFECTA, die eine maschinelle Faltung und Verklebung der Teebeutel-Schachteln ermöglicht.  Während der Schachtelaufrichter bei älteren Generationen noch als optionales Modul erhältlich war, ist er bei der PERFECTA NEW GENERATION bereits integriert. Im Gegensatz zu der händischen Bearbeitung gewährleistet der vollautomatische Schachtelaufrichter einen konstant schnellen, und qualitativen Prozess.

Der Flachzuschnitt wird aus dem Magazin des Schachtelaufrichters über Riemen zum Faltkasten transportiert und mit Leimspuren versehen. Ein Stempel drückt den Zuschnitt anschließend in den Faltkasten, in dem die Schachtel ihre Form erhält und durch die Leimspuren verklebt wird. Die Schachtel ist nun fertig aufgerichtet und für die Befüllung mit Teebeuteln vorbereitet.

Deckelschließer: Automatisch geschlossene Schachteln bei gleichbleibender Qualität.

Nach dem Abfüllen der Teebeutel in die aufgerichteten Schachteln, werden diese nun geschlossen. Auch dieser Prozess kann entweder manuell oder maschinell – durch den sogenannten Deckelschließer – geschehen. Bei dem händischen Schließen des Deckels kann es jedoch zu ungewollten Unregelmäßigkeiten oder Fehlproduktionen von Schachteln kommen. Der automatische Deckelschließer minimiert durch die Automatisierung des Prozesses diese Fehlerquote.

Bei der Teebeutel-Verpackungsmaschine PERFECTA NEW GENERATION ist der Deckelschließer bereits integriert. Ältere Generationen der PERFECTA können jedoch ebenfalls mit dem optionalen Modul aufgerüstet werden. Im Vergleich zu der manuellen Bearbeitung stellt der automatische Deckelschließer die schwankungsfreie Produktivität bei gleichbleibender Qualität sicher.

Die Schachtel hat, wenn sie den Deckelschließer erreicht, mit dem ursprünglichen Flachzuschnitt nicht mehr viel gemeinsam: Durch den Schachtelaufrichter wurde der Plano geformt und durch das Schachtel-Abfüllsystem mit Teebeuteln befüllt. Der Deckel und die Seitenlaschen stehen nach diesen Schritten noch senkrecht hoch und müssen geknickt werden, um die Faltschachtel zu schließen. Die Einsteck- und Staublaschen der Faltschachteln werden um ca. 90° geknickt. Durch die sogenannten Niederleger werden die Staublaschen in der Position gehalten und der Deckel von dem Verschlusskamm nach unten geschwenkt. Somit ist die Faltschachtel eben verschlossen und wird durch das Nachschieben der nächsten Schachtel aus der Maschine transportiert.